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Weitere Begrifferläuterungen:
Tosbecken: In
diesem Zusammenhang ist auch das Tosbecken zu nennen. Dies ist ein Becken, welches sich an der Talsohle unterhalb des Stauwerkes befindet. Hier kommt das Wasser in eine Art Becken, wo es sich auf ein
ganz geringes Niveau anstaut, um dann gemächlich ins natürliche Flussbett abzufließen. Dies ist nötig, um die entstehende Energie beim Hochwasserüberlauf ein großes Stück zu vermindern, damit keine,
oder nur kleinere Schäden im Flusslauf und am Ufer entstehen. Bei den seitlichen Überlaufkanälen kann es außerdem auch noch ein oberes Tosbecken geben, welches dieselbe Aufgabe wie das untere
Tosbecken hat.
Retention: Als Retention bezeichnet man die Wirkung einer Talsperre im Fall eines Hochwassers, da selbst wenn die Talsperre
überläuft noch Wasser gespeichert wird. Auch wenn sehr viel Wasser zufließt, wird der Abfluss immer noch erheblich gedämpft. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass das Wasser einige Zeit benötigt
um vom Zufluss zur Sperrstelle zu gelangen. Desweiteren wird bei Hochwasser und den damit verbundenen hohen Zufluss die Staufläche und damit das Stauvolumen größer, auch wenn der Abfluss durch die
Hochwasserentlastung steigt. Somit wird erreicht, dass der Abfluss trotz Überlauf bis zu 60% reduziert wird. Kurz gesagt, Retention ist eine Verzögerung und Minderung des Abflusses gegenüber dem
Zufluss, was vor allem im Hochwasserfall von großer Bedeutung ist.
Parallelentlastung: Bei Hochwasser bedeutet dies, dass parallel zur Hochwasserentlastung auch Wasser über die Grund- bzw.
Betriebsablässe abgelassen wird.
Vorentlastung: Bei drohenden Hochwasser wird die Abgabe der Talsperre schon vorher erhöht, um mehr Stauraum für Hochwasser zu haben.
Freibord: Als Freibord bezeichnet man die verbleibende Höhe eines Stauwerkes, zwischen der höchsten Stauhöhe (also bei Hochwasser)
und dem Abschluss des Bauwerkes. Dabei muss immer noch genügend Platz sein, damit bei Extremhochwasser das Stauwerk nicht überspült wird, denn dies würde die Standsicherheit beeinflussen.
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